Radiochronik
Die Geschichte des Radios in der Schweiz lässt sich grob in sechs Phasen – von der Pionierzeit bis ins digitale Zeitalter – strukturieren:
1911 – 1930: Pionierzeit
Die Anfänge des Radios gehen bis vor den ersten Weltkrieg zurück. Armeeangehörige, Universitätsdozenten und Einzelpersonen erprobten ab 1911 die drahtlose Telegraphie und Telephonie. Die erste kommerzielle Nutzung des Radios in der Schweiz erfolgte jedoch erst ab 1922 im Rahmen des internationalen Radiotelegrammverkehrs. 1923 bewilligten die Bundesbehörden Versuche für Lokalradios. Feste Sendefrequenzen waren jedoch nicht bekannt.
1931 – 1938: Ausbau des nationalen Rundfunks
Die regionalen Radioorganisationen schlossen sich zur Schweizerischen Rundspruch-Gesellschaft (SRG) zusammen. Es entstanden sprachregionale Einheitsprogramme für die Schweiz. Der Empfang war ab 1930 nicht mehr nur über Kopfhörer sondern neu auch über Lautsprecher möglich.
1939 – 1945: Staatliche Programmaufsicht während der Kriegszeit
Mit der Mobilmachung wurde die Konzession der SRG sistiert und das Radio direkt der Aufsicht durch die Bundesbehörden unterstellt. Das Radio wurde gezielt als Medium zur Information der Bevölkerung eingesetzt.
1945 – 1960: Programmausbau und technischer Fortschritt
Nach Kriegsende setzte der Bundesrat die Sendekonzession der SRG wieder in Kraft. Das Radio wurde zum populären Informations- und Unterhaltungsmedium.
1961 – 1982: Neupositionierung des Radios im Fernsehzeitalter
Mit dem Aufkommen des Fernsehens verlor das Radio einen Teil seiner Bedeutung. Die Hörgewohnheiten veränderten sich und das Radio wurde weitgehend zum Begleitmedium.
1983 bis heute: Digitalisierung und Programmausbau
Das Radio erlebte durch die behördliche Bewilligung neuer Radioprogramme einen Aufschwung. Neue Technologien ermöglichen die Digitalisierung des Radioempfangs.
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